Webdesign

Website-Relaunch mit SEO: Checkliste für Unternehmen vor dem Neustart

Ein neuer Auftritt braucht mehr als ein frisches Layout. So planen Sie Inhalte, bestehende URLs, Weiterleitungen und die Prüfung nach dem Start gemeinsam.

Aktualisiert: 9. September 2026KILINC Redaktion
KILINC-Kassensysteme-Website als Beispiel eines von KILINC gestalteten Unternehmensauftritts
KILINC-Kassensysteme-Website als Beispiel eines von KILINC gestalteten Unternehmensauftritts

Eine neue Unternehmenswebsite soll Leistungen besser erklären und Anfragen erleichtern. Gleichzeitig können bestehende Seiten bereits über Google, gespeicherte Links oder gedruckte QR-Codes besucht werden. Ein sorgfältig geplanter Website-Relaunch berücksichtigt deshalb Inhalte, Erreichbarkeit und Kontaktwege schon vor dem ersten Layoutentwurf.

Den Anlass des Relaunchs in konkrete Ziele übersetzen

„Die Website wirkt alt“ ist ein Ausgangspunkt, aber noch kein brauchbares Projektziel. Präziser wären Aufgaben wie: mobile Anfragen vereinfachen, neue Leistungen verständlich darstellen, Referenzen besser erklären oder die Pflege von Öffnungszeiten erleichtern. Solche Ziele machen Entscheidungen über Struktur und Inhalte nachvollziehbar.

Legen Sie fest, was vor dem Start fertig sein muss und was später ergänzt werden kann. Dazu gehören ein verantwortlicher Ansprechpartner, die Freigabe der Texte, verwendbare Bilder und der gewünschte Starttermin. Prüfen Sie auch, wer Zugriff auf Domain, Hosting und bestehende Website hat. Unklare Zuständigkeiten können selbst bei fertigem Design den Start verzögern.

Bestandsaufnahme vor dem Umbau: Was soll erhalten bleiben?

Erstellen Sie eine Liste der vorhandenen Seiten. Halten Sie je URL fest, welche Aufgabe die Seite erfüllt, ob ihr Inhalt noch stimmt und ob sie künftig erhalten, überarbeitet oder mit einer anderen Seite zusammengeführt werden soll. Ergänzen Sie verfügbare Daten zu Suchanfragen, Besuchen und Kontakten, statt nur nach optischem Eindruck zu entscheiden.

Auch PDFs, Downloadangebote, Bilder mit externen Verlinkungen und Kontaktseiten gehören in die Bestandsaufnahme. Ein QR-Code auf einem Fahrzeug oder Flyer kann noch lange nach einem Relaunch genutzt werden. Notieren Sie deshalb zusätzlich, welche Webadressen auf Firmenfahrzeugen, Geschäftsausstattung und anderen dauerhaften Werbemitteln stehen.

URLs erhalten oder passende Weiterleitungen planen

Eine verständliche, etablierte Adresse muss wegen eines neuen Layouts nicht geändert werden. Wenn sich URLs ändern, wird jeder bisherigen Seite ein fachlich passendes Ziel zugeordnet. Diese Zuordnung sollte vor der technischen Umstellung schriftlich vorliegen.

Google empfiehlt für dauerhafte URL-Wechsel permanente serverseitige Weiterleitungen. Alte Leistungsseiten sollten zum passenden neuen Inhalt führen; eine pauschale Umleitung aller Adressen auf die Startseite ist keine sinnvolle Zuordnung. Interne Links werden direkt auf die neuen Ziele angepasst. Prüfen Sie außerdem, dass kanonische URLs und Sitemap zur veröffentlichten Struktur passen. Die technischen Einzelheiten erläutert Google unter Website-Umzüge mit URL-Änderungen.

Ein einfaches Zuordnungsbeispiel

Wird aus einer bisherigen Seite „Leistungen/Fensterfolie“ eine neue Seite „Fensterbeschriftung“, führt die alte URL auf genau diese neue Leistung. Der Kontakt bleibt direkt über die neue Kontaktseite erreichbar. So folgen bestehende Links weiterhin der ursprünglichen Erwartung ihrer Besucher.

Inhalte und Gestaltung gemeinsam freigeben

Eine attraktive Oberfläche hilft wenig, wenn Leistungen, Unterschiede und nächste Schritte unklar bleiben. Prüfen Sie jede wichtige Seite anhand derselben Fragen: Für wen ist das Angebot gedacht? Was wird umgesetzt? Was muss der Kunde vorbereiten? Wie läuft die Zusammenarbeit ab? Welche Referenz macht die Aussage nachvollziehbar?

Überschriften sollten den Inhalt präzise benennen. Seitentitel und Beschreibungen werden pro Seite formuliert; Bilder erhalten zum Motiv passende Alternativtexte. Die gleiche Botschaft darf auf mehreren Kontaktpunkten wiedererkennbar sein, doch ausführliche Texte brauchen eine klare Hauptseite. Die Grundlagen für regionale Leistungsseiten erklärt der Beitrag Lokale SEO für Unternehmen in Marburg und Gießen.

Vor dem Start echte Kundenwege testen

Testen Sie die neue Website auf Smartphone und Desktop. Beginnen Sie jeweils mit einer typischen Kundenfrage und gehen Sie bis zur Kontaktaufnahme. Dabei fallen Schwierigkeiten auf, die in einer isolierten Layoutansicht leicht übersehen werden: verdeckte Buttons, schwer lesbare Texte, fehlende Kontaktangaben oder ein Formular ohne verständliche Bestätigung.

  • Navigation, Leistungslinks und wichtige Downloads öffnen.
  • Formular mit einer klar gekennzeichneten Testanfrage prüfen.
  • Darstellung von Bildern und langen Überschriften kontrollieren.
  • Telefon- und E-Mail-Links auf korrekte Ziele prüfen.
  • Alte URLs aus der Bestandsliste stichprobenartig aufrufen.
  • Vorbereitete Sicherung und Rückweg für den Start festlegen.

Die technische Freigabe sollte außerdem prüfen, dass die öffentliche Website erreichbar und zur Indexierung freigegeben ist. Einstellungen einer geschützten Vorschau gehören nicht versehentlich auf den veröffentlichten Auftritt.

Nach dem Start kontrollieren und Zuständigkeiten festlegen

Planen Sie die Betreuung nach der Veröffentlichung bereits im Angebot ein. Wer prüft eingehende Anfragen, korrigiert Inhalte und beobachtet technische Fehler? Wer aktualisiert Öffnungszeiten, neue Referenzen oder Änderungen am Leistungsangebot? Eine klare Übergabe ist Teil eines verlässlich betreuten Auftritts.

Vergleichen Sie nach dem Start Suchanfragen, wichtige Einstiegsseiten und die Qualität der Kontakte mit dem dokumentierten Ausgangszustand. Bei geänderten URLs kann die Verarbeitung durch Suchmaschinen Zeit benötigen; kurzfristige Schwankungen müssen im Zusammenhang mit dem Umbau betrachtet werden. Die Sitemap und die URL-Prüfung in der Search Console unterstützen die Kontrolle. Welche Einreichungsmöglichkeiten Google bietet, steht in den Hinweisen zum erneuten Crawlen.

Diese Unterlagen helfen beim Relaunch mit KILINC

Für die erste Planung reichen Ihre aktuelle Webadresse, die wichtigsten Leistungen, gewünschte Änderungen, vorhandene Bilder und ein realistischer Zeitrahmen. Ergänzen Sie Hinweise auf gedruckte Webadressen oder QR-Codes und benennen Sie die Inhalte, die weiterhin erreichbar bleiben sollen.

KILINC verbindet Webdesign und SEO mit dem übrigen Markenauftritt. Für Betriebe in Marburg, Mittelhessen und dem Rhein-Main-Gebiet lassen sich so Website, Print und Werbetechnik gemeinsam betrachten. Beschreiben Sie Ihr Vorhaben im Projektbrief für Ihre neue Website.

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